Welche Smartphones gehen eigentlich am häufigsten kaputt? Welche Hersteller dominieren die Werkstatt — und welche Geräte aus den Vorjahren werden überraschend noch repariert statt ersetzt? Wir haben die letzten 12 Monate unserer Reparaturdaten ausgewertet und teilen die wichtigsten Erkenntnisse — anonymisiert, aggregiert und ehrlich.
Apple gegen Samsung: Der heimliche Reparatur-Battle
Das wenig überraschende Headline-Ergebnis: Wenn Smartphones in einer Reparaturwerkstatt landen, kommt fast jedes zweite von Apple — und mehr als jedes dritte ist ein Samsung Galaxy. Zusammen dominieren die beiden Marken gut 86 Prozent aller Reparaturen, die wir in den letzten 12 Monaten durchgeführt haben.
- 🍎 Apple (iPhone & iPad): ca. 49 % aller Reparaturen
- 📱 Samsung Galaxy: ca. 37 %
- 🅖 Google Pixel: ca. 7 %
- 🇨🇳 Xiaomi / Redmi / Poco: ca. 3 %
- 🇨🇳 Huawei / Honor: ca. 2 %
- 🎮 Sony Xperia: ca. 2 %
Spannend ist der Anteil von Google Pixel: Obwohl die Marke in Deutschland noch ein Nischenphänomen ist, taucht jedes vierzehnte reparierte Gerät bei uns als Pixel auf. Pixel-Fans sind reparaturfreudig — vermutlich auch, weil viele Pixel-Käufer technikaffin sind und die Reparatur einem teuren Neukauf vorziehen.
Der Defekt-King: Fast jede zweite Reparatur ist ein Display
Die häufigste Reparatur überhaupt — mit weitem Abstand vor allen anderen — ist die Displaytausch-Reparatur. Rund 47 Prozent aller Aufträge sind klassische Displaybrüche, gerissene Touchscreens oder defekte OLED-Panels.
- 📱 Display: ca. 47 % aller Reparaturen
- 🔋 Akku: ca. 21 %
- 🔍 Fehlerdiagnose (unklarer Defekt): ca. 9 %
- 🟦 Backcover (Rückseiten-Glas): ca. 5 %
- ⚡ Ladebuchse: ca. 3 %
- 📸 Kamera: ca. 2 %
- 💧 Wasserschaden: ca. 1 %
Interessant: Während Display-Reparaturen in der öffentlichen Wahrnehmung dominieren, ist der Akkutausch tatsächlich der zweite Riese. Jede fünfte Reparatur ist ein Akkutausch — und die Zahl steigt weiter, weil immer mehr Verbraucher ihre Geräte länger nutzen, statt sie wegzuwerfen.
Die Top 10 — Welche Geräte am häufigsten in der Werkstatt landen
Hier wird es interessant. Wir haben die häufigsten Modell-Reparatur-Kombinationen der letzten 12 Monate gerankt. Das Ergebnis überrascht — manche Geräte sind seit Jahren auf dem Markt und werden trotzdem noch repariert, statt ersetzt zu werden.
- Samsung Galaxy S23 Ultra — Display 🥇
- Apple iPhone 11 — Display
- Samsung Galaxy S22 Ultra — Display
- Apple iPhone 12 mini — Akku
- Apple iPhone 13 — Akku
- Apple iPhone 11 — Akku
- Samsung Galaxy A55 5G — Display
- Apple iPhone 13 mini — Akku
- Apple iPhone 12 — Akku
- Apple iPhone 12 — Display

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Der heimliche König: Das Galaxy S23 Ultra
Auf Platz 1 unserer Rangliste: das Samsung Galaxy S23 Ultra. Das Premium-Modell kam 2023 mit einem Startpreis von über 1.300 € auf den Markt — heute, drei Generationen später (S24, S25 und das aktuelle S26 Ultra), ist es gebraucht für einen Bruchteil davon zu haben.
Genau das macht das S23 Ultra zum heimlichen Liebling unserer Werkstatt: Erstbesitzer halten ihrem 6,8-Zoll-Premium-Phone die Treue, und auch Käufer aus dem florierenden Gebrauchtmarkt investieren lieber in eine Display-Reparatur als in ein neues Top-Modell für vierstellige Beträge. Das Ergebnis: Das S23 Ultra steht öfter auf unserer Werkbank als jedes andere Modell.
Der überraschende Dauerläufer: iPhone 11
Das iPhone 11 kam 2019 auf den Markt — und ist heute, sieben Jahre später, immer noch eines der am häufigsten reparierten Geräte. Sowohl beim Display als auch beim Akku rangiert es in der Spitzengruppe. Das zeigt: Viele Nutzer halten ihrem iPhone die Treue — und investieren lieber in eine Reparatur als in ein neues Modell für 1.000 Euro+.
Die heimlichen Lieblinge: Kleine iPhones leben weiter
Apple hat das iPhone mini-Format eingestellt — aber die Fans sind ihm geblieben. In unserer Top-10-Liste tauchen das iPhone 12 mini und das iPhone 13 mini beide auf, jeweils mit Akkutausch. Wer ein kompaktes iPhone hat, gibt es offenbar nicht so leicht her — und ein Akkutausch für rund 50 Euro ist allemal günstiger als ein Wechsel auf ein größeres Modell, das vielen Mini-Fans schlicht nicht gefällt.
Auch das iPhone SE 2022 kommt regelmäßig zur Display-Reparatur — wer den klassischen Home-Button liebt, hält daran fest.
Premium-Samsung: Das hartnäckige Glas-Rückseiten-Problem
Eine Beobachtung, die jede Samsung-Werkstatt teilen wird: Premium-Galaxy-Modelle haben ein hartnäckiges Glas-Problem. In den Top 20 unserer Liste tauchen das S23 Ultra, S22 Ultra, S24 Ultra, S20 FE und S23 auf — alle mit Display- oder Backcover-Reparaturen.
Auch das iPhone 14 Pro findet sich auffällig oft mit einer Backcover-Reparatur wieder — die Glas-Rückseite ist seit Generationen Apples Achillesferse. Wer sein iPhone schon einmal aus der Hand fallen ließ, kennt das Klirren.
Was uns die Daten verraten
Drei Schlüssel-Erkenntnisse aus 12 Monaten Reparatur-Praxis:
- Reparieren statt Wegwerfen wird zur Normalität. Sechs Jahre alte iPhones in unseren Top 5 zeigen: Verbraucher entscheiden sich gegen den Neukauf — aus ökologischen und ökonomischen Gründen.
- Premium-Geräte lohnen sich für die Reparatur. Je teurer das Neugerät, desto eher wird repariert. Ein Galaxy S23 Ultra für 1.300 € im Neukauf? Lieber für 200 € Display tauschen.
- Akku-Reparaturen explodieren. Jede fünfte Reparatur ist ein Akkutausch. Das wird in den nächsten Jahren weiter steigen — auch wegen der neuen EU-Batterie-Verordnung, die Akkus austauschbar machen muss.
Was bedeutet das für dich?
Wenn dein Smartphone einen Defekt hat — egal welches Modell —, lohnt sich fast immer ein Blick auf die Reparatur, bevor du einen Neukauf in Betracht ziehst. Hochrechnungen aus Studien zum Thüringer Reparaturbonus zeigen: Über ein Drittel der Verbraucher, die einen Bonus nutzen, hätte ohne diese Förderung das Gerät weggeworfen. Die Reparatur ist nicht nur günstiger, sondern auch deutlich nachhaltiger als der Neukauf.
- 📱 Display defekt? Festpreis ab 89,95 € — und du bekommst dein Gerät in 1–3 Werktagen zurück.
- 🔋 Akku schwach? Akkutausch ab 29,95 € — verlängert die Lebensdauer um Jahre.
- 🔍 Unklarer Defekt? Kostenloser Kostenvoranschlag — du gehst kein Risiko ein.
Methodik & Datenbasis
Die hier gezeigten Daten basieren auf anonymisierten Reparatur-Aufträgen aus den letzten 12 Monaten, ausgewertet aus unserem Bestellsystem. Berücksichtigt wurden alle abgeschlossenen und in Bearbeitung befindlichen Reparatur-Aufträge im Versand-Service. Marken-Anteile basieren auf der Auswertung der Reparatur-Produktnamen — bei etwa einem Fünftel der Aufträge handelt es sich um Reparaturen nach individuellem Kostenvoranschlag (z. B. bei Wasserschaden), wo der Hersteller nicht direkt aus dem Produktnamen ablesbar ist.
Du möchtest die Daten in deiner eigenen Berichterstattung verwenden? Sehr gerne — wir freuen uns über eine Quellenangabe und einen Link zurück zu diesem Artikel.


